Zu Martin Walser (6): Walser und die Krimis – Teil 2

In Friedrichshafen am Bodensee ist nicht viel los. Viel zu wenig, um Tassilo S. Grübel (Bruno Ganz) ein Auskommen als Privatdetektiv zu sichern. Er betreibt das „Büro für Auskunft und Wissen“ zusammen mit seiner Mutter (Herta Schwarz) und seinem Freund, dem stellungslosen Grafiker Hugo (Axel Milberg). Damit überhaupt mal ein Auftrag reinkommt, provoziert Tassilo die … Zu Martin Walser (6): Walser und die Krimis – Teil 2 weiterlesen

Zu Martin Walser (5): Walser und die Krimis – Teil 1

Wenn ein angesehener Schriftsteller zur Feder greift, um Kriminalromane zu schreiben, dann rümpft mancheiner die Nase. Oder es wird einfach die Tatsache unter den Tisch gekehrt, dass einer einmal zu diesem Zwecke die Feder ergriff … Anders kann ich es mir nicht erklären, dass von keinem anderen als Martin Walser beflissentlich die Veröffentlichung von immerhin … Zu Martin Walser (5): Walser und die Krimis – Teil 1 weiterlesen

Martin Walser: Shmekendike blumen (Duftende Blumen)

Ikh bin a fedemel, ayngevebt in der groyser shtikl materye, vos geht in der velt fun eybige tsaytn untern nomen yud. Ich bin ein Fädchen, das in den großen Stoff eingewoben ist, den es seit ewigen Zeiten in der Welt unter dem Namen Jude gibt. Sh. Y. Abramovitsh Martin Walser hat die jiddische Literatur für … Martin Walser: Shmekendike blumen (Duftende Blumen) weiterlesen

Martin Walser: Jagd (1988)

Die vielbödige Hinterhältigkeit des höher gebildeten Normalmenschen. (S. 128) Gute Manieren sind ein Ausdruck schlechten Gewissens (S. 135) Ohne Selbstbeherrschung ist Anarchie nicht möglich. (S. 213) Martin Walser: Jagd (suhrkamp taschenbuch 1785, 3. Auflage 2002) Frauen sind Männern ein Rätsel. Aber fast mehr noch verstehen sie sich selbst kaum. Was veranlasst ihr Handeln, was prägt … Martin Walser: Jagd (1988) weiterlesen

Martin Walser: Das Schwanenhaus (1980)

Ende der 70-er Jahre des letzten Jahrhunderts: Der Diskontsatz steigt gerade auf 7 %. Damit werden auch die Hypothekenzinsen steigen. Eine schlechte Ausgangslage für den Immobilienmarkt und damit für Makler, die ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Grundstücken, Häusern oder Wohnungen bestreiten. Wir befinden uns am Bodensee, genauer in Überlingen am Bodensee. Und noch etwas … Martin Walser: Das Schwanenhaus (1980) weiterlesen

Martin Walser: Die Gallistl’sche Krankheit

Es ist ein Roman, der 1972 in erster Auflage erschien. Die Gallistl’sche Krankheit, ich möchte sie fast Walser-Syndrom nennen, ähnelt sehr dem heute weitverbreiteten Burnout-Syndrom. Bei Walser ist es die Krankheit der Intellektuellen der damaligen Zeit (siehe hierzu auch meinen Beitrag Zu Martin Walser (2): Links und DKP-nah). Paul Konrad Kurz schrieb bei Erscheinen des … Martin Walser: Die Gallistl’sche Krankheit weiterlesen

Martin Walser: Die Inszenierung

… wenn wir endlich … die nicht gelingen könnende Liebe feiern … (Martin Walser: Die Inszenierung S. 128) Augustus Baum, ein berühmter Theaterregisseur, liegt nach einem leichten Schlaganfall im Krankenhaus. Herausgerissen aus der Inszenierung der Möwe von Anton Tschechow, inszeniert er weiter, vom Krankenzimmer aus. Nicht nur das Stück, sondern auch sich selbst. Die Nachtschwester … Martin Walser: Die Inszenierung weiterlesen

Martin Walser: Brief an Lord Liszt

Oh, Lord, wo steht Ihnen eigentlich das Wasser? (S. 81) „Am Freitag vor Pfingsten, kurz vor Arbeitsschluß, rief Arthur Thiele die Abteilungsleiter der Firmen Chemnitzer Zähne und Fin Star zu sich: Benedikt Stierle, der Konkurrent, hatte aufgegeben, er hatte seine Firma und sich in Brand gesteckt. Die Abteilungsleiter erhoben sich, Thiele dankte, die Sitzung war … Martin Walser: Brief an Lord Liszt weiterlesen